17.03.2021 / Expertise

Der richtige Ort zur richtigen Zeit: Placemaking.

Placemaking, Architekten Modell zur Planung eines Areals

Dem Raum Bedeutung geben.

Längst ist der Ort über seine räumliche Dimension hinausgewachsen. Heute wird er unter anderen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet, zum Beispiel, was seine gesellschaftliche, wirtschaftliche oder kulturelle Qualität betrifft. Placemaking ist ein Baustein unseres Leistungsangebotes, der speziell in der Immobilienentwicklung zum Einsatz kommt – mit dem Ziel, den Ort als Erlebnis zu etablieren.

Jeder Ort ein Botschafter.

Der Ort wird durch viele Faktoren geprägt: Eigentümerschaft, Nachbarn, Nutzung, Lage, Historie, etc. – alle und alles nehmen Einfluss auf ihn und wollen berücksichtigt werden. Ist der Status definiert, kann das Placemaking beginnen: Als interdisziplinäres Verfahren, das sozialräumliche, ästhetische, ökonomische und ökologische Schnittmengen hervorbringt, um den Ort als ganzheitliches Erlebnis zu erschaffen. Warum ist das wichtig? Damit Menschen etwas mit ihm verbinden, zu ihm hingezogen werden, ihn wertschätzen. Natürlich bedeutet das mehr Aufwand als bei einer klassischen Immobilienentwicklung – doch die Zeit und Energie lohnt sich.

Case Study: TOR Art Space, Bar, Dining feat. MAIN YARD.

Als Tool wenden wir Placemaking nicht nur für unsere Kunden an, sondern auch für eigene Entwicklungen. Die Idee zu unseren TOR-Projekten entstanden komplett aus dem Ort heraus. Als sich die Chance ergab, das zukünftige MAIN YARD-Areal im Allerheiligenviertel zwischen zu nutzen, stellten wir uns die Frage:

 

"Was braucht dieser Ort?"

 

Eine Antwort darauf fanden wir in der Analyse seiner Dimensionen (Vergangenheit / Entwicklung / Gesellschaft / Lebensraum / Wirtschaft). Sie bildete die Grundlage für eine eigene Identität der temporären Bespielung. Kultur, Genuss und Interaktion wurden als Erlebnismoment genutzt, um ein Viertel beim Aufbruch zu begleiten. Mit TOR Art Space als temporäre Ausstellungsfläche für zeitgenössische Frankfurter Kunst. Mit TOR Dining als Pop-Up-Restaurant, das Fine Dining und Gesprächskultur verbindet. Mit TOR Bar als After-Work-Location, die einen neuen abendlichen Treffpunkt markiert. Durch diese Initiativen konnte eine neue, besondere Aufenthaltsqualität entstehen, die auf das gesamte Allerheiligenviertel strahlte. Der Ort war zum Erlebnis TOR geworden und sein Image, seine Attraktivität und Qualität steigerten sich – im Raum und darüber hinaus.

Eine Fiktion wurde angestoßen, eine Vorstellung von morgen geboren, die Kunst, Gastronomie und Gemeinschaft fest mit diesem Ort verankert. Ein Prozess, der in der Quartiersentwicklung MAIN YARD bewusst fortgesetzt wird und sich positiv auf das gesamte Stadtviertel auswirkt – und das dient den Entwicklern und Investoren ebenso, wie der Nachbarschaft, der Öffentlichkeit oder zukünftigen Mietern.

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Jan Winter, Beratung, Social Media

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